Keine Ent­schä­di­gung – das Pro­blem

Die häu­figsten Pro­bleme bei Flug­reisen treten auf, wenn ein Flug­gast nicht wie ge­plant fliegen kann oder das auf­ge­ge­bene Ge­päck bei der An­kunft am Flug­hafen fehlt.

Ge­rade in Fällen von ver­spä­teten oder an­nul­lierten Flügen sind die Flug­ge­sell­schaften auf­grund der am 17.02.2005 in Kraft ge­tre­tenen Ver­ord­nung (EG) Nr. 261/​2004 ver­pflichtet, hohe Ent­schä­di­gungen an die Flug­rei­senden zu zahlen. Dieser Pflicht kommen je­doch viele Flug­ge­sell­schaften nicht nach und ver­weisen die Rei­senden statt­dessen auf meist fa­den­schei­nige Aus­reden. Dabei liegt nur selten tat­säch­lich ein für die Ver­spä­tung oder An­nul­lie­rung „au­ßer­ge­wöhn­li­cher Um­stand“ vor, der die Flug­ge­sell­schaft von einer Pflicht zur Ent­schä­di­gung be­freit.

Streit­schlich­tung – die ver­meint­liche Lö­sung

Der Rei­sende kann sich bei Pro­blemen mit Flug­ge­sell­schaften an die ent­spre­chende Schlich­tungs­stelle wenden. Je­doch macht die Streit­schlich­tung im Ent­schä­di­gungs­be­reich bei ver­spä­teten Flügen meiner Ein­schät­zung nach wenig Sinn. Die Schlich­tungs­stelle kann näm­lich keine ver­bind­liche Ent­schei­dung treffen. Das führt dazu, dass Flug­ge­sell­schaften Schlich­tungs­vor­schläge mit „zu hohen“ Ent­schä­di­gungen ein­fach ab­lehnen können. Da die Flug­ge­sell­schaften ihre Rechte und Pflichten sehr genau kennen, werden re­gel­mäßig nur Schlich­tungs­emp­feh­lungen in sol­chen Fällen an­ge­nommen, in denen der Be­schwer­de­führer vor­aus­sicht­lich auch vor Ge­richt er­folg­reich wäre.

 

Dann muss der Be­schwer­de­führer in der Schlich­tungs­emp­feh­lung je­doch häufig hohe Ab­schläge hin­nehmen – trotz be­rech­tigter und durch­setz­barer An­sprüche.

Die volle Ent­schä­di­gung er­halten

Nach An­gaben der ARD, ver­lieren die Flug­ge­sell­schaften rund 95% der Fälle. Des­halb emp­fiehlt es sich im Be­reich der Ver­spä­tungs­ent­schä­di­gung, seine Rechte selbst oder durch einen An­walt durch­setzen zu lassen. Nur auf diese Weise er­halten Sie die voll­stän­dige Ihnen zu­ste­hende Ent­schä­di­gung. En­ga­gieren Sie zur Durch­set­zung Ihrer An­sprüche einen Rechts­an­walt, er­halten Sie seine Ge­bühren eben­falls er­stattet, wenn der Fall ge­wonnen ist.

In man­chen Fällen emp­fehle ich meinen Man­danten aber auch die In­an­spruch­nahme eines Pro­zess­fi­nan­zie­rers. Dieser über­nimmt die Fi­nan­zie­rung des Pro­zesses, trägt das ge­samte fi­nan­zi­elle Ri­siko und er­hält im Ge­genzug einen Teil der er­strit­tenen Ent­schä­di­gung. Am Markt sind ver­schie­dene Pro­zess­fi­nan­zierer tätig, die eine Ge­winn­be­tei­li­gung von 15% (zzgl. MwSt.) auf­wärts er­halten.  Genau wie bei der Streit­schlich­tung be­steht für Sie kein fi­nan­zi­elles Ri­siko. Der Vor­teil ge­gen­über der Streit­schlich­tung liegt aber in einer ver­bind­li­chen Ent­schei­dung durch einen Richter. Hier­durch wird den Flug­ge­sell­schaften Ihre rechts­wid­rige Re­gu­lie­rungs­praxis deut­lich vor Augen ge­führt. Bei In­ter­esse er­halten Sie hier eine erste un­ver­bind­liche Erstein­schät­zung Ihres Falles.

Für wei­tere Fragen stehe ich Ihnen gerne zur Ver­fü­gung.